Eldad, Verantwortlicher Ausbildung und Berufsbildungswerkstätten

Morija
  • 25 Februar 2026
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Eldad Kaboré arbeitet im Koordinationsbüro von Morija in Burkina Faso als Verantwortlicher für die Bildungsprojekte.

Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Zudem ist Eldad ein begeisterter Musiker und spielt bei Auftritten eigene Stücke sowie solche anderer Künstler. Manuelle Tätigkeiten und kreative Arbeit liegen Eldad sehr am Herzen.

Zusätzlich zu seinen beruflichen Aufgaben hat er ein Heimstudio eingerichtet, das seine eigenen Musikproduktionen sowie die anderer Künstler ermöglicht. Im Team wird er manchmal „der Hausinformatiker“ genannt, da er regelmässig bei technischen Fragen hilft.

Worin besteht Ihre Aufgabe bei Morija?

Ich koordiniere drei Hauptprogramme: die Schulkantinen, die Regenbogenschulen und die Berufsbildungswerkstätten. Es ist viel Arbeit, aber sie motiviert mich, weil die Kinder und die Lernenden dabei im Mittelpunkt stehen, ohne Unterschied und ohne Ausgrenzung.

Meine Aufgabe ist anspruchsvoll, da sie auf die harmonische Entwicklung jedes einzelnen Schülers abzielt, ohne jegliche Form von Ausgrenzung. Eine „typische“ Woche kann beinhalten, mehrere Projekte gleichzeitig zu betreuen, Jahresberichte zu verfassen, an Sitzungen teilzunehmen, Unterlagen für die Buchhaltung und den Koordinator vorzubereiten und Feldbesuche durchzuführen. All dies erfordert viel Konzentration und Organisation.

Können Sie uns die Programme beschreiben?

Aktuell haben wir 13 Schulen mit mehr als 3000 Schülerinnen und Schülern, in denen es Schulkantinen gibt. Dort erhält jedes Kind ein Mittagessen und es kann ganztags zur Schule gehen. Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Gelder rechtzeitig ankommen und dass alles transparent gemanagt wird.

Je collabore étroitement avec les directeurs d’école et les équipes éducatives, notamment à travers des rapports mensuels, afin d’assurer une bonne redevabilité et d’éviter toute interruption du programme.

Das Projekt der Regenbogenschulen verfolgt einen ganzheitlichen schulischen Ansatz. Es geht dabei nicht nur um den Unterricht, sondern auch um Ernährung, Gesundheit, Wasser, Sanitärversorgung und humanitäre Hilfe. Ich begebe mich in die Dörfer, ermittle die Bedürfnisse und suche wo möglich nach geeigneten Lösungen vor Ort.

Drei Schulen tragen offiziell diesen Namen, Toudoubweogo, Wendbenedo und Yagma. Doch viele weitere Einrichtungen profitieren ebenfalls von diesem integrierten Ansatz. Meine Aufgabe besteht darin, bei Besuchen vor Ort den Bedarf zu erfassen, mit lokalen Akteuren im Austausch zu stehen und – wenn möglich – eigene, lokal angepasste Lösungen vorzuschlagen, ohne immer das Hauptbüro einzubeziehen.

Und was sind die Berufsbildungsstätten?

Die Berufsbildungsstätten liegen mir ganz besonders am Herzen, weil sie echte Zukunftschancen bieten. Die Jugendlichen erlernen dort einen Beruf: Holz- und Metallbau oder Schweissen. Zu sehen, wie jemand einen Beruf erlernt und dann in die Arbeitswelt einsteigt, ist eine grosse Befriedigung!

Diese Ausbildungen dauern drei Jahre und nehmen etwa 70 Auszubildende auf, die von vier Ausbildern betreut werden. Die Teilnehmenden erhalten eine kostenlose Ausbildung, werden täglich mittags in der Kantine verpflegt und besuchen von Montag bis Freitag den Unterricht. Das Projekt wird zu 50 % von Morija und ASAREN unterstützt und befindet sich auf dem Gelände des medizinischen Zentrums Paam Laafi.

Gab es in letzter Zeit ein Ereignis, das Sie besonders geprägt hat?

In der Kantine von Tenkodogo haben die Kinder spontan angefangen zu tanzen, als das Essen serviert wurde. Ein Kind äussert ganz natürlich, was es fühlt, wenn seine Bedürfnisse befriedigt sind, das ist schön anzusehen! Mich hat es auch sehr berührt, die Beharrlichkeit eines Schülers mit körperlicher Behinderung in den Berufsbildungswerkstätten zu beobachten. Seine Entschlossenheit war eine Lektion fürs Leben.

Diese Erfahrung hat mich tief berührt und mich an die Bedeutung erinnert, Ressourcen nicht zu verschwenden. Zu sehen, wie Kinder ihre Freude so aufrichtig ausdrücken, ermutigt uns, unsere Arbeit mit noch grösserer Verantwortung fortzusetzen.

Was mich am meisten ermutigt, ist das Wissen, dass ich zum Aufbau einer besseren Zukunft für Kinder und Jugendliche beitrage. Als Pädagoge ist es eine grosse Freude, zu sehen, wie sich ein Begünstigter entwickelt und im Leben erfolgreich wird. Ich liebe diese Arbeit, weil ich Kinder liebe und gerne mit ihnen arbeite.

Was ist Ihre Hoffnung für die Zukunft?

Die Finanzierung ist und bleibt natürlich eine Herausforderung. Nicht alle Projekte können immer wie geplant umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Team nehmen wir daher Priorisierungen, Budgetanpassungen oder gegebenenfalls den Verzicht auf weniger wichtige Aktivitäten vor, um die wichtigsten Massnahmen zu sichern. Ich bitte Gott, neue Türen und Wege der Unterstützung zu öffnen, damit viele Kinder von der Hilfe durch Morija profitieren können.

Ausserdem bete ich darum, dass jedes unterstützte Kind sein Leben erfolgreich meistern kann. Ich wünsche mir, dass jeder Begünstigte seinerseits zu einer Quelle des Segens für seine Familie und für andere bedürftige Kinder wird.

Eine Botschaft an alle unsere Spenderinnen und Partnerinnen?

Ein riesiges Dankeschön an all unsere Partner und Spenderinnen und Spender! Ihr Engagement trägt vor Ort Früchte. Ihre Investition ist nicht vergebens! ch möchte allen, die diese Projekte unterstützen, meine tiefe Dankbarkeit und Anerkennung aussprechen.

Wie die Bibel sagt: „Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er euer Werk und die Liebe vergässe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, da ihr den Heiligen gedient habt und noch dient.“ (Hebräer 6.10)

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