Die Schulbildung in Burkina Faso ist und bleibt eine grosse Herausforderung angesichts einer heiklen Lage. Trotz der Bereitschaft der Behörden, das Bildungswesen zu schützen, haben der Konflikt und die Unsicherheit bedeutende Auswirkungen auf den Zugang zu Bildung.
Laut UNICEF waren zu Beginn des Schuljahres 2023/24 mehr als 6000 Schulen geschlossen – fast jede vierte Einrichtung. Dadurch konnten in einigen Landesregionen rund eine Million Kinder nicht zur Schule gehen.
Diese Situation ist Teil eines umfassenderen Kontexts: Der Anteil der Kinder, die nicht zur Schule gehen, gehört zu den höchsten weltweit. 2021 gingen Schätzungen zufolge 42 % der Kinder nicht zur Schule; das liegt weit über dem regionalen und weltweiten Durchschnitt.
Ungleiche materielle Bedingungen
Trotz dieser Einschränkungen haben der Staat und die humanitären Partner ihre Anstrengungen verstärkt. 2025 wurden mehrere Reformen eingeleitet, um die Verwaltung zu stärken, geschlossene Schulen wieder zu öffnen und Notfallmassnahmen besser zu koordinieren.
Neue pädagogische Ansätze, darunter die Nutzung von Bildungsmedien (Radio / Fernsehen), wurden eingeführt, um Kinder in schwer zugänglichen Gegenden zu erreichen.
Vor Ort gibt es grosse Unterschiede hinsichtlich der materiellen Bedingungen in den einzelnen Schulen. Viele Einrichtungen haben noch immer nur einen beschränkten Zugang zu Trinkwasser, eine ungenügende Anzahl Toiletten oder keinen Strom.

Dies wirkt sich direkt auf die Gesundheit, die Präsenzzahlen und die Lernqualität aus.
Herausforderung Schulkantinen
Eine weitere grosse Herausforderung bleibt: Auf dem Land ist das Mittagessen in der Schule häufig die einzige komplette Mahlzeit des Tages für die Kinder.
Die Unterstützung für die Schulkantinen hat somit direkte Auswirkungen auf die Präsenz der Schülerinnen und Schüler, auf ihre Konzentration und ihre schulischen Leistungen. Dort, wo eine regelmässige Kantine vorhanden ist, beobachten Morija und die lokalen Akteure eine deutliche Verbesserung der Anwesenheit und des Engagements der Kinder.
Morija reagiert auf grundlegende Bedürfnisse
Zusätzlich zu den staatlichen und lokalen Anstrengungen gehen die gezielten Initiativen von Morija in den Schulen auf konkrete Bedürfnisse ein, die durch öffentliche Gelder nicht immer erfüllt werden können.
Dazu gehören die Sanierung von Infrastruktur, der Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung sowie die Einrichtung und Unterstützung von Kantinen.
Diese Massnahmen, die direkt vor Ort und angepasst an die jeweiligen Situationen umgesetzt werden, helfen mit, die Widerstandskraft der Bildungsgemeinschaften zu stärken und jedem Kind eine echte Chance zu bieten, weiterhin den Schulunterricht besuchen zu können.

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