Morijas Strategie der Trinkwasserbeschaffung

Das Walliser humanitäre Hilfswerk Morija, das sich insbesondere in den beiden Ländern der Sahelzone engagiert, möchte die Initiative des Genfer Nationalrats Carlo Sommaruga, über welche die Tageszeitung Le Matin am 19. Juni berichtete, unterstützen. Carlo Sommaruga beantragte zusammen mit ca. fünfzig Parlamentariern vor dem Bundesrat, den Zugang zu Trinkwasser auf internationaler Ebene als Menschrecht zu verankern.

Das Drama des Wassermangels bzw. der schlechten Wasserqualität ist bei Morija nur allzu gut bekannt. Seit inzwischen 16 Jahren arbeitet Morija an seinem Brunnen-Projekt in Burkina Faso und seit 2 Jahren im Tschad. In all diesen Jahren wurden 360 Brunnen gegraben und 87 renoviert. Einhundertachtundsechzigtausend Menschen haben somit Zugang zu Trinkwasser.

Verschmutztes Wasser oder Wassermangel ist jedes Jahr für das Sterben von 5 Millionen Menschen, darunter 3 Millionen Kinder, verantwortlich. Generell ist mit einer Wasserkrise auch eine Entwicklungskrise verbunden. Die UNO erklärte mit der Aktion der Milleniumziele: "Man muss für eine nachhaltige Entwicklung sorgen, indem man den Anteil der Bevölkerung, die keinen dauerhaften Zugang zur Trinkwasserversorgung hat, um die Hälfte reduziert." Diese Worte werden von Taten begleitet: Nichtregierungsorganisationen, Kirchen und Regierungen müssen gemeinsam an der Umsetzung dieser Ziele arbeiten.

Der Bau von einfachen und funktionellen Brunnen in einem für Morija noch steigerungsfähigen Ausmaß hat viele Menschenleben gerettet. Mit dem Zugang zu Wasser sind weitere Vorteile verbunden: Hygiene für die Menschen, Trinkwasserversorgung für das Vieh, Bewässerung von Gärten, die sonst nicht existieren würden. Das Obst und Gemüse, das dort wächst, ist wichtig für eine gesündere Ernährung. Überschüssige Erzeugnisse können von den Frauen auf den Märkten verkauft werden und für ein kleines Einkommen sorgen, das manchmal zur Finanzierung der Ausbildung eines Kindes ausreicht.

Seit 16 Jahren ist der Weg von Morija durch Errungenschaften geprägt. So unterstrich das Stammesoberhaupt aus Burkina Faso, dessen Dorf einen Brunnen bekam: "Der Traum meines Dorfes ist Wirklichkeit geworden". Morija unterstützt also das Vorhaben des Parlamentariers und bekräftigt wie dieser, dass Wasser ein Menschrecht ist.

Um Menschenleben zu retten und eine nachhaltige Wasserversorgung sicherzustellen, bedarf es wenig. Der Bau eines Brunnen kostet nur CHF 5'000.- bis CHF 12'000.-.

Morija braucht für die Fortführung seiner Brunnen-Projekte in Burkina Faso und im Tschad die Hilfe aller. Jede Spende mit dem Vermerk "Brunnen" ist willkommen. Wir danken alle jenen, die sich dafür einsetzen, dass die Bevölkerung der Sahelzone Zugang zu diesem kostbaren Nass hat.

* Der Zeitraum 2005-2015 wurde von der UNO zur "Internationale Aktionsdekade – Wasser – Quelle des Lebens" proklamiert.

Hilfswerk Morija
21. Juni 2006

Weitere Informationen erhalten Sie bei: Christiane Raboud
und/oder www.morija.org - Zeitschrift 213 Wasser ist Leben

Tel. 024 472 80 70

Seit 27 Jahren schlägt das Herz von Morija zugunsten ausgehungerter Kinder, Waisenkinder, Witwen und stark Benachteiligter. Heute setzt sich dieser Kampf gegen Tod und Armut dank der 1 Projekte in Burkina Faso, im Tschad, in Togo und in Kamerun fort

 
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Communiqué  
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