|
|
In früheren Zeiten war der Sahel eine Landschaft von Oasen und grünen Bäumen... Ort der Erholung für Reisende nach den Strapazen der Sahara. Heute ist der Sahel eine vertrocknete Erde, immer mehr von der Sahara eingeholt. Die Bäume sind verschwunden, die Wasserläufe gibts nicht mehr, die Vegetation stirbt. In Zeitraum von 20 Jahren hat die Sahara 600'000 m2 «aufgefressen», etwas mehr als die Fläche Frankreichs. Die Konsequenz dieser Trockenheit sind katastrophal für
40 Millionen Afrikaner, die nur sehr mühsam überleben. 90% der
Bevölkerung sind Bauern! Die landwirtschaftliche Produktion reicht
niemals aus, um 40 Millionen Leute zu erhähren. |
|
Gewisse Jahreszeiten sind besonders schlimm für die Ärmsten, insbesondere die Periode namens «de la soudure», die Zeit zwischen dem Aufbrauchen der letzten Reserve und dem Beginn der nächsten «Ernte». Die Jahre des Hungers werden werden immer «normaler», anders als vor ca. 20 Jahren, als diese Zyklen erst selten auftraten. Weniger als 50% der Bevölkerung des Sahels kann auf
irgendeine regelmässige Form von Pflege zurückgreifen. Gleicher
Zustand auch, wenn es um Schulen geht, insbesondere für Mädchen.
Millionen Kinder leiden an Falschernährung oder sterben oft noch
vor dem 5. Altersjahr. Das Fehlen finanzieller Ressourcen bringt die meisten
Regierungen der Länder Afrikas in eine schwierige Lage. Der Zugang
zu den minimalsten lebensnotwendigen Dingen wird immer prekärer. Warum gerade die Sahelzone? Diese Frage hat man uns oft gestellt, aber sie ist einfach zu erklären. Während der 70iger Jahre wurde viel über diesen Teil der Welt berichtet und manche von Ihnen können sich noch an die stark mediatisierten, schockierenden Bilder erinnern, die uns eine von verheerender Hungersnot leidende Bevölkerung zeigte. Die Kinder waren die ersten Opfer, wie das bei Katastrophen oder Konflikten der Fall ist. Diese schrecklichen Bilder der zerschundenen Kinder, die nicht einmal über das Notwendigste verfügten, hatten uns zu tiefst erschüttert und zuerst galt unsere ganze Aufmerksamkeit ihnen. Die erste Berufung Morijas war die Pflege, die Gesundheit und Aufklärung.
|
|||