Bei jedem Kind wurde der
Armumfang gemessen.


Jede Frau erhielt
1 kg Milchpulver.

Seit einigen Jahren führt das Aufnahme- und Ernährungszentrum (AEZ) Ouagadougou ein Programm zur Erkennung von Unterernährung bei Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren in den Zentren für Gesundheit und Soziale Förderung (ZGSF) der umliegenden Gemeinden und Dörfer durch.

Am Donnerstag, den 29. Juni begab sich ein Teil der Belegschaft in das 7 km vom AEZ entfernte Polesgo. Es ist der zweite Besuch in diesem Ort, der erste fand bereits 2015 statt.

Angesichts der vielen Frauen und Kinder, die in den letzten Jahren zu diesen Besuchen gekommen waren, hatte das AEZ im Vorfeld beschlossen, sein Team zu verstärken, um der grossen Nachfrage gerecht zu werden. Deshalb wurde das Personal des AEZ um Studenten des Zentrums, einen Krankenpfleger, mehrere Gesundheitsberater und einen Kinderarzt erweitert.

Als das AEZ-Team um 7 Uhr dort ankam, wurde es bereits von einer Menschenmenge aus Frauen und Kindern erwartet. Die Ersten kamen schon um 4 Uhr morgens!

Zuerst zeigte das Personal den Frauen, wie man angereicherten Brei zubereitet, der aus Hirse, Soumbala, Erdnüssen, Fisch, Milch und weiteren nährstoffreichen Zutaten besteht. Die Frauen wurden dafür sensibilisiert, wie wichtig dieser Brei für die Ernährung ihrer Kinder ist, um sie vor der Unterernährung zu bewahren, und sie wurden dazu ermuntert, diese Methode selbst anzuwenden.

Anschliessend untersuchten die Spezialisten die Kinder und stellten eine Diagnose. Dafür wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. Während die Gesundheitsberater die Gesundheitspässe der Kinder der ersten Gruppe einsammelten, massen die Pfleger bei der zweiten den Armumfang. Dank dieser effizienten Organisation konnten in der knappen Zeit sehr viele Kinder untersucht und der Grad ihrer Unterernährung in Anlehnung an die WHO-Richtlinien ermittelt werden.

Insgesamt wurden 645 Kinder untersucht. Das Team hat bei 10 Kindern eine schwere und bei mindestens 25 Kindern eine leichte Unterernährung festgestellt. Sie konnten direkt als dringende Fälle ins AEZ überwiesen werden.

Als das medizinische Personal die Untersuchungen gegen 15 Uhr beendete, warteten immer noch fast hundert Frauen. Diese enorme Nachfrage bestätigt, wie nötig und wichtig dieses vom AEZ Ouagadougou ins Leben gerufene Früherkennungsprogramm ist.

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