Kindersterblichkeit: Subsaharisches Afrika bleibt zurück

Der letzten Ausgabe „Population & Société“ zufolge, die vom französischen demographischen Institut veröffentlicht wurde, ist ein weltweiter Rückgang der Kindersterblichkeit zu verzeichnen. Leider gilt dies nicht für die afrikanischen Länder südlich der Sahara.

Der UNO zufolge sterben weltweit jährlich 9,3 Millionen Kinder unter 5 Jahren. Von diesen Kindern sind 6,2 Millionen nicht älter als 1 Jahr. Die Lage hat sich erheblich verbessert, da die Sterblichkeit der Kinder unter 5 Jahren in den letzten Jahrzehnten in den Entwicklungsländern zurückging. Das subsaharische Afrika bleibt bei diesen Zahlen allerdings zurück.

Vor mehr als 50 Jahren lag die Kindersterblichkeit in Asien und in Subsahara-Afrika bei 20%. Inzwischen sank sie in Asien um das Fünffache, in den anderen subsaharischen Ländern jedoch nur um die Hälfte.

Und das, obwohl durch Impfungen zahlreiche Leben gerettet werden könnten. Röteln, Keuchhusten und neonatales Tetanus sind Krankheiten, für die es Impfstoffe gibt, denen jedoch jährlich fast eine Millionen Kinder erliegen. Die Kinder, die diese Krankheiten überstehen, sind danach oft geschwächt und laufen Gefahr, an einer anderen Krankheit zu sterben, wo doch die Impfung eine simple medizinische Handlung ist, die Krankheiten vorbeugt und zur Reduzierung der Kindersterblichkeit beiträgt.

In besonders armen Ländern können Krankheiten und Kindersterblichkeit oft ganz einfach durch die entsprechende Information der Frauen verringert werden.

Morija führt bei den Kindern, die im Hilfswerk gepflegt werden (z.B. in den Ernährungszentren) Impfkampagnen durch. Ausserdem geben wir den Müttern wichtige Informationen über das Abstillen, über Ernährungs- und Hygienefragen. Tausende (Hunderte?) von Kinderleben werden auf diese Weise Jahr für Jahr gerettet.

Hilfswerk Morija
19. Februar 2010
Quelle: www.ined.fr